Ihr sucht einen Ort, der Kinder staunen lässt und Eltern Ruhe schenkt? Wir laden euch ein, gemeinsam eine besondere höhle zu entdecken — fernab der üblichen Touristenpfade.
Die teufelshöhle pottenstein ist die größte Tropfsteinhöhle der Fränkischen Schweiz und erstreckt sich über rund 3.000 Meter. Besichtigt wird sie nur in geführten Gruppen — das macht den Besuch sicher und spannend.
Unter Tage bleibt die Temperatur konstant bei etwa 9–10 °C. Eure Kinder dürfen sich auf echte Highlights freuen: ein rekonstruiertes Höhlenbär-Skelett und prächtige Tropfsteinräume wie Barbarossadom und Riesensaal.
Wir geben euch klare Tipps, wie ihr den Ausflug gut vorbereitet — kurze Wege, wetterunabhängiges Programm und Spielideen für kleine Entdecker. So wird der Besuch zum gemeinsamen Abenteuer, ohne dass ihr improvisieren müsst.
Wichtige Erkenntnisse
- Die Höhle ist familienfreundlich und wetterunabhängig.
- Geführte Touren bieten Orientierung und Sicherheit.
- Riesensaal und Barbarossadom sind highlights für Kinder.
- Konstante Temperatur: gute Kleidung einplanen (ca. 9–10 °C).
- Gesamtlänge rund 3.000 m — Führungen zeigen die schönsten Abschnitte.
Warum die Teufelshöhle in der Fränkischen Schweiz ein Highlight für Familien ist
Für Familien ist eine gut zugängliche Schauhöhle oft das perfekte Ausflugsziel. Hier treffen sichere Wege, klare Führungen und echte Entdeckungen aufeinander — ideal für kleinere Neugierige und entspannte Eltern.
Größte Tropfsteinhöhle der Region: rund 3.000 Meter Gesamtlänge
Die Höhle misst etwa 3.000 meter insgesamt. Das klingt groß — und ist es auch. Ihr seht nur einen Teil davon bei der Führung, aber die Länge zeigt, wie vielfältig die Formationen sind.
Eine der besucherstärksten Schauhöhlen: über 140.000 Besucher pro Jahr
Mehr als 140.000 besucher jährlich bedeuten: Abläufe sind eingespielt, Wege gut beschildert und Führungen erprobt. Das schafft Ruhe für Familien — kommt aber morgens oder in Nebensaison, wenn ihr Stille bevorzugt.
„Kinder lieben das echte Skelett — oft der Moment des lauten Staunens.“
Besonderes Extra für Kinder: Höhlenbären-Funde und rekonstruiertes Skelett
In der Höhle wurden Knochen von rund 80 Höhlenbären gefunden. Ein rekonstruiertes Skelett zeigt, wie groß die Tiere vor über 30.000 Jahren waren. Das ist der Familienmagnet — und liefert einfache Gesprächsimpulse für unterwegs.
- Früh starten — weniger Wartezeit.
- Wartezeit spielerisch nutzen — Schätze zählen oder Größen raten.
- Fotos erst am Ende — das macht den Rundgang ruhiger.
Lage, Anfahrt und Orientierung vor Ort rund um Pottenstein
Mit klaren Wegpunkten und praktischen Tipps seid ihr schnell am Eingang und entspannt für die Führung. Wir erklären die kurze Anfahrt, den markanten Portalblick und was ihr vor dem Betreten noch regeln solltet.
„Tor zur Unterwelt“ im Weihersbachtal: zwischen Pottenstein und Schüttersmühle
Das Höhlenportal liegt im engen Weihersbachtal der fränkischen schweiz. Es wirkt wie ein Tor zur Unterwelt — etwa 25 meter breit und 14 meter hoch.
Die Sache ist beeindruckend: Die Felsenterrasse mit Café sitzt rund 8 m höher. Die gesamte Stelle liegt bei etwa 400 m ü. NHN.
Anreise über die B 470 und Navigation zur Adresse Schüttersmühle
Fahrt am besten über die B 470. Gebt in euer Navi die Adresse Schüttersmühle 5, 91278 Pottenstein ein — so landet ihr direkt am Besucherparkplatz.
Vor Ort ist die Beschilderung klar. Vom Parkplatz folgt ihr den kurzen Wegen zum eingang — auch mit müden Kindern gut machbar.
- Vor dem Start noch Toilette und Getränke checken.
- Jacken zurechtrücken — unter Tage ist es kühl.
- Kinder kurz auf das große Portal hinweisen — das steigert die Vorfreude.
Keine Sorge: Die Organisation vor Ort ist eingespielt. Ihr werdet nicht allein gelassen — und könnt den Rundgang entspannt genießen.
Teufelshöhle Pottenstein: So läuft die Führung durch die Höhle ab
Die Führung unter Tage ist klar strukturiert und ideal planbar für Familien. Besucht wird die Höhle ausschließlich im Rahmen von Führungen — die Normalführung dauert etwa 45 Minuten.
Ihr legt rund 800 Meter zu Fuß zurück. Insgesamt sind es 407 Stufen, verteilt auf Abstiege und Steigungen. Der Rundgang beginnt am großen Eingang und endet am Ausgang, der etwa 25 Meter höher liegt.
Zwischen den großen Räumen führt der Weg teils durch stollenartige, enge Verbindungsgänge — spannend für Kinder, kurz kribbelig für empfindliche Besucher.
- Die Führung läuft im festen Rahmen und richtet ihr Tempo nach der Gruppe.
- Wege sind gesichert — Geländer und gut begehbare Stufen erleichtern den Auf- und Abstieg.
- Seit 2007 sorgt eine Inszenierung mit Beleuchtung, Musik und Lichtshow für besondere Momente.
- Eltern-Tipp: Kurz erklären, wenn Licht oder Musik kommt — das reduziert Überraschungsreaktionen.
Der Rundgang mit Kindern: die spannendsten Höhlenräume und Stationen
Der Rundgang ist wie eine Schatzsuche: kurze Stationen, viele Aha‑Momente und klare Pausen. Wir nehmen euch Raum für Raum mit — genau so, wie Kinder es lieben.
Kuppelsaal
Der Einstieg im Kuppelsaal ist leicht und erklärend. Eine kleine Ausstellung zeigt Werkzeuge und Bergbaugeräte.
Ein aufgeschnittener Tropfstein offenbart sichtbare Klimaringe — perfekt, um Kindern das Zählen von Jahren zu erklären.
Bärenhöhle
Hier kommt der Familienmoment: rund 80 Knochenfunde und ein rekonstruiertes Höhlenbären‑Skelett sorgen für großes Staunen. Das Skelett wurde Ende der 1950er Jahre zusammengebaut.
Barbarossadom & Zaubergarten
Der Barbarossadom misst etwa 45×18×15/18 metern und bietet viele Figuren. Im Zaubergarten stehen Kerzenstalagmiten.
Die Tropfsteinfigur „Kaiser Barbarossa“ ist rund 1,20 m groß und mehr als 200.000 jahre alt — ebenso der Barbarossabart.
Riesensaal
Im riesensaal dominieren der „Baum“ (ca. 3–3,5 metern) und der „Riese Goliath“. Beide Formationen sind bis zu etwa 340.000 jahre alt.
Das ist echtes Kopfkino — toll für kleine Ratespiele: Was siehst du in der Form?
Kristallgrotte & Kerzensaal
Zum Schluss wird es filigran: feine Kalzitablagerungen, seltene Excentriques und weitere Kerzenstalagmiten. So endet die Tour mit ruhigen, detailreichen Eindrücken.
- Wir strukturieren die Tour in kleine Etappen — ideal für kinder.
- Nach jedem höhlenraum gibt es einen kurzen Motivationspunkt — das hilft beim Durchhalten.
Tropfsteine, Alter und Wachstum: was ihr in der Schauhöhle wirklich seht
Die Höhle zeigt Formen, die wie Kunstwerke wirken — entstanden durch winzige Wassertröpfchen. Wir erklären kurz, was oben hängt und was unten wächst. So bleiben Kinderfragen einfach zu beantworten.
Von Stalaktiten bis Sintervorhängen
Oben hängen Stalaktiten, unten wachsen Stalagmiten — und treffen sie sich, entsteht eine Säule. In tropfsteinhöhlen seht ihr außerdem Sinterfahnen, Röhrchen und seltene Excentriques.
Wie alt sind die Highlights?
Im Riesensaal stehen Formationen, die bis zu etwa 340.000 jahre alt sind — viel älter als jede Burg. Andere Strukturen, wie schlanke Kerzenstalagmiten, sind mit etwa 10.000–15.000 jahre deutlich jünger.
Wie langsam Tropfsteine wachsen
Tropfsteine bestehen meist aus Calciumcarbonat. Sie wachsen sehr langsam — im Schnitt etwa 1 mm in 13 jahre. Das ist das beste Argument gegen Anfassen.
- Einfach merken: oben hängt’s (Stalaktit), unten wächst’s (Stalagmit).
- Farben entstehen durch Eisen, Mangan oder Lehm im Wasser.
- Kleiner Vergleich: 1 mm ist dünner als ein Fingernagel — und braucht jahrzehnte.
Höhlenklima, Kleidung und Barrierefreiheit: gut vorbereitet mit Kindern
Das Klima in der Höhle ist eine kleine, konstante Überraschung: etwa 9–10 °C und sehr hohe Luftfeuchte. Das fühlt sich oft kühler an als das Thermometer sagt.
Es gibt rund 400 von insgesamt 407 Stufen. Die Wege sind gut begehbar und mit Geländern gesichert. Einige Gänge sind enger — das sollten empfindliche Kinder kurz erklärt bekommen.
Praktische Kleidungstipps
Für Erwachsene und Kinder gilt: Zwiebellook, feste Schuhe mit Profil und eine leichte wasserdichte Jacke. Im Zweifel lieber eine Schicht mehr mitnehmen — die Höhle kühlt schnell ab.
„Kurze Pausen, langsames Tempo und die Hand am Geländer beruhigen ängstliche Kinder.“
| Situation | Empfehlung | Für wen |
|---|---|---|
| Temperatur 9–10 °C | Warme Schicht, Mütze für Kinder | Erwachsene, Kinder |
| Viele Stufen | Handschuhe, feste Schuhe, kurze Pausen | Erwachsene mit Kindern |
| Enge Gänge & Hunde | Leine, Test vorher, engen Passagen ausweichen | Hundebesitzer |
Die Höhlenführung ist ein verlässlicher Plan B bei Regen und eine angenehme Abkühlung an heißen Tagen. So seid ihr vorbereitet — und der Ausflug wird entspannt.
Öffnungszeiten, Tickets und besondere Angebote wie Sonderführungen
Wir geben euch die praxisnahen Zeiten und Optionen an die Hand, damit der Familienausflug stressfrei läuft. Die Saison läuft überwiegend von April bis Oktober — im Winter sind die Öffnungszeiten kürzer und an den Weihnachtsfeiertagen ist geschlossen.
Saison & typische Uhrzeiten
Konkrete Beispiele zur Orientierung:
| Zeitraum | Öffnungs‑ uhrzeiten | Hinweis |
|---|---|---|
| 1. Apr. – 31. Juli | 09:00 – 16:30 Uhr | Reguläre Zeiten |
| Ende Juli – Ende Aug. | 09:00 – 17:30 Uhr | Hochsommer, längere Besuche |
| Ende Aug. – Okt. | 09:00 – 16:30 Uhr | Herbstzeiten |
| Nov. – März | Kürzere Öffnungszeiten | Winterbetrieb, 24./25.12. geschlossen |
Tickets, Führungen & Sonderführungen
Die normale Führung dauert etwa 45 Minuten. Kommt früh — besonders an Wochenenden und in den Ferien — so gelangt ihr als Besucher leichter in die gewünschte Führung.
Für Familien gibt es gelegentlich Kinderführungen außerhalb der regulären Zeiten. Diese Spezialtermine dauern meist ebenfalls rund 45 Minuten und sind ideal für kleinere Gruppen.
Geologische Sonderführungen sind intensiver: ca. 100 Minuten, mit Bereichen, die sonst geschlossen bleiben. Solche sonderführungen sind perfekt für ältere Kinder oder für Besucher, die tiefer ins Thema wollen.
Kultur & Gesundheit
Im Eingangsbereich finden seit Jahren Kulturveranstaltungen statt — eine schöne Abendkombination aus Konzert und Ausflug. Außerdem gibt es eine Therapiestation (Speläotherapie) für Atemwegserkrankungen, die das Angebot medizinisch ergänzt.
„Plan vor dem Start kurz die gewünschte Uhr — so vermeidet ihr Wartezeiten und könnt den Anfang bis zum Ende entspannt genießen.“
Prüft vor Abfahrt die aktuelle Seite für Zeiten, Preise und Sondertermine. So seid ihr sicher informiert und könnt eure Ankunft optimal timen.
Fazit
Kurz und knapp: Darum ist diese Schauhöhle ein echter Treffer für Familien.
Die Führung dauert rund 45 Minuten, ihr geht etwa 800 Meter und meistert fast 400 Stufen. Unter Tage bleibt es konstant bei etwa 9–10 °C.
Highlights sind das Höhlenbär‑Skelett, der Barbarossadom und der Riesensaal – Formationen, die über viele Jahre gewachsen sind. Die Anfahrt erfolgt unkompliziert über die B 470 zur Schüttersmühle 5, 91278 Pottenstein.
Passt das zu euch? Wenn ihr Lust auf Naturwunder habt und 800 Meter plus Stufen kein Hindernis sind, wird es großartig. Nehmt eine warme Schicht, feste Schuhe und etwas Puffer am Anfang mit.
Wer sehr kleine Kinder oder Probleme mit Treppen hat, plant ruhig langsamer – macht daraus ein entspanntes „Wir lassen uns Zeit“-Abenteuer. Für einen einzigen Höhlen-Ausflug in der Fränkischen Schweiz ist dieses Ziel ein verlässlicher Kandidat.

